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KRYO – Einfrieren von befruchteten Eizellen, Spermien, Hodengewebe

1. Eizellen

Werden im Rahmen einer IVF- oder IVF/ICSI-Behandlung mehr Eizellen befruchtet, als Embryonen beim Embryo-Transfer übertragen werden sollen, so können diese "überzähligen" befruchteten Eizellen im sog. Vorkern-Stadium kryokonserviert werden. Falls nötig können diese Vorkernstadien zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und nachdem sich aus ihnen Embryonen entwickelt haben in die Gebärmutterhöhle übertragen werden. Dies ermöglicht den Eintritt einer Schwangerschaft ohne dass erneut alle Therapie-Schritte einer IVF- oder IVF/ICSI-Therapie durchlaufen werden müssen. Das Verfahren ist bewährt und sicher und steigert die auf die Eizellentnahme bezogene Schwangerschaftsrate.

2. Spermien

Das Einfrieren von Spermien kann sinnvoll sein, wenn auf Grund einer Erkrankung des Mannes eine Hodenoperation oder eine Chemo- bzw. Strahlentherapie geplant ist, die eine Einschränkung der Fruchtbarkeit erwarten lässt, anschließend aber noch Kinderwunsch besteht. Im Einzelfall kann auch vor längerer Abwesenheit des Mannes das Einfrieren von Spermien gewünscht sein. Die eingefrorenen Spermien können dann je nach Ausgangssituation für eine ICSI-Therapie oder auch eine Inseminations-Therapie verwandt werden.

3. Hodengewebe

Auch das anlässlich einer TESE (siehe auch dort) gewonnene Hodengewebe bzw. die so gewonnenen Spermien können kryokonserviert und für eine folgende Kinderwunsch-Therapie genutzt werden.

Indikation:

Beim Mann

  • Hoden-OP
  • Chemo- bzw. Strahlentherapie
  • längere Abwesenheit des Mannes

 Bei der Frau

  • überzählige befruchtete Eizellen

Chancen  SS-Rate:

  • ca. 20% Schwangerschaftsrate bei anschließendem Kryo-Embryonentransfer

Risiken:

  • 10% der Eizellen überleben das Auftauen nicht
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